Bald geht die Heizperiode wieder los – meist kommt Ende September oder Anfang Oktober der Tag, an dem die Heizung wieder benötigt wird. Zum Start ist eine Entlüftung der Heizkörper ratsam, damit die Heizanlage möglichst ruhig und energiesparend läuft. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann das Entlüften selbst machen – Haus & Grund Rheinland Ruhr erklärt, wie es geht.
Düsseldorf. Zum Beginn der kalten Jahreszeit ist es empfehlenswert, die Heizkörper zu entlüften, so dass ein sparsamer und leiser Betrieb der Heizung gewährleistet ist. Daran erinnert der Landesverband Haus & Grund Rheinland Ruhr zum Start der Heizperiode. „Man kann die Heizung selbst entlüften“, sagt Landesverbandspräsident Walter Eilert. „Zumindest im Einfamilienhaus und in Wohnungen mit Etagenheizung geht das problemlos. Man braucht dafür maximal einen Entlüftungsschlüssel. Diese Vierkantschlüssel gibt es für kleines Geld im Baumarkt.“ Hilfreich sind außerdem ein Lappen und eine kleine Schüssel oder Tasse.
Das Verfahren: Zuerst die Heizung abschalten, alle Thermostate voll aufdrehen und abwarten, bis die Heizkörper abgekühlt sind. Dann sammelt sich die Luft oben an den Entlüftungsventilen, die man jetzt gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen kann. „Man sollte dabei das Gefäß unter das Ventil halten“, rät Eilert. „Zuerst entweicht die Luft zischend aus dem Heizkörper, danach folgt Wasser. Dann kann man das Ventil schnell wieder schließen. Damit das schnell geht, dreht man das Ventil am besten nur eine Vierteldrehung auf.“ Moderne Heizkörper haben Automatikventile: Diese verfügen über ein Plastikrädchen, das sich mit der Hand aufdrehen lässt. Wenn das Wasser kommt, schließen sich diese Ventile von selbst.
Heizung entlüften: Anschließend Wasserdruck prüfen
„Man beginnt mit dem Entlüften immer bei dem Heizkörper, der sich am nächsten an der Heizanlage befindet und arbeitet sich dann von der Anlage weg“, erklärt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Ruhr. Nachdem alle Heizkörper entlüftet sind, stellt man die Thermostate auf Stufe 3 und schaltet die Heizanlage wieder ein. „Nach dem Anlaufen der Heizung ist der Wasserdruck zu prüfen“, erinnert Amaya. „Sollte der Druck jetzt zu niedrig sein, muss man nämlich Wasser nachfüllen. Welcher Druck nötig ist und wie man Wasser nachfüllt, das steht in der Bedienungsanleitung der Heizung.“ Ein paar Stunden später sollte man dann nochmal nach der Heizung sehen, empfiehlt Amaya: „Wenn Heizkörper gluckern oder sich nicht erwärmen, sollte man einen Heizungsinstallateur hinzuziehen.“
Walter Eilert erinnert zugleich an die Regeln im Mietverhältnis: „Wenn der Vermieter einen Handwerker mit der Heizungswartung beauftragt, kann er die Kosten über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen. Voraussetzung ist, dass es im Mietvertrag entsprechend vereinbart ist.“ Schließlich profitieren Mieter von der korrekt eingestellten Heizung genauso wie selbstnutzende Eigentümer: Die Heizanlage läuft dann mit möglichst geringem Brennstoffverbrauch, was sowohl die Umwelt schont, als auch die Heizkosten begrenzt.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.
Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nach seiner Veröffentlichung nicht mehr aktualisiert wird. Das Veröffentlichungsdatum ist über der Überschrift angegeben.