Gespräch mit CDU-Bürgermeisterkandidatin Julia Zupancic: Eigentumspolitik im Mittelpunkt

Gespräch mit CDU-Bürgermeisterkandidatin Julia Zupancic: Eigentumspolitik im Mittelpunkt

Der Geschäftsführer von Haus & Grund Grafschaft Moers, Markus Kruse, hat sich gemeinsam mit Ratsmitglied Rolf Unterwagner zum Austausch mit der CDU-Bürgermeisterkandidatin Julia Zupancic getroffen. Im Fokus des Gesprächs standen aktuelle wohnungs- und kommunalpolitische Themen, die für Immobilieneigentümer in Moers von besonderer Bedeutung sind.

Der Geschäftsführer von Haus & Grund Grafschaft Moers, Markus Kruse, hat sich gemeinsam mit Ratsmitglied Rolf Unterwagner zum Austausch mit der CDU-Bürgermeisterkandidatin Julia Zupancic getroffen. Im Fokus des Gesprächs standen aktuelle wohnungs- und kommunalpolitische Themen, die für Immobilieneigentümer in Moers von besonderer Bedeutung sind.

Moers. Beide Seiten waren sich einig: Der Hebesatz der Grundsteuer B muss auf dem aktuellen Niveau bleiben. Markus Kruse betonte, dass eine höhere Grundsteuer die Wohnkosten aller Bürgerinnen und Bürger spürbar erhöhen und damit vor allem Familien und ältere Menschen belasten würde.

Zugleich wies Zupancic darauf hin, dass Städte wie Moers durch zahlreiche, nicht ausreichend gegenfinanzierte Aufgaben von Bund und Land unter Druck geraten. Gerade deshalb müsse aus ihrer Sicht klar sein: Haushaltskonsolidierung müsse in erster Linie über Ausgabendisziplin und effizientere Verwaltungsabläufe erfolgen – nicht über höhere Steuern. Einigkeit bestand darüber, dass Moers kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem habe.

Bauland für Familien – auch durch Erbpachtmodelle

Ein weiteres zentrales Thema war die Bereitstellung von Baugrund für junge Familien. Kruse forderte, dass Moers mehr Grundstücke für privaten Wohnungsbau zur Verfügung stellen müsse – notfalls auch über die Vergabe im Erbbaurecht. Eigentum sei ein wesentlicher Baustein für Altersvorsorge, Eigenverantwortung und stabile Quartiere.

Zupancic begrüßte diese Zielsetzung ausdrücklich und sprach sich für einen ausgewogenen Mix aus sozialem und privatem Wohnungsbau aus. Ziel müsse es sein, jungen Familien wieder realistische Chancen auf Wohneigentum in Moers zu geben.

Wohnungsmarkt stabil halten – keine überregulierenden Eingriffe

Übereinstimmung bestand auch hinsichtlich der aktuellen Lage am Moerser Wohnungsmarkt. Im Vergleich mit anderen Städten sei Moers gut aufgestellt: mit einem moderaten Mietspiegel, einem funktionierenden Markt und einem ausreichend breiten Wohnungsangebot.

Kruse und Zupancic betonten, dass dieser Zustand nur erhalten werden könne, wenn Moers von politischen Eingriffen wie Mietendeckeln oder restriktiven Wohnraumschutzsatzungen verschont bleibe – Instrumente, die sich in anderen Städten als kontraproduktiv erwiesen hätten. Beide waren sich einig: Ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist der beste Mieterschutz.

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